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Begriff Definition
Hydraulikhammer

Der Hydraulikhammer, oder auch Abbruchhammer ein Bagger-Anbaugerät, welches, ähnlich einem Drucklufthammer, zur Zerstörung von Bauteilen wie zum
Beispiel Stein und Beton eingesetzt wird. Im Gegensatz zu etwa Abbruchzangen kann ein Hydraulikhammer nur Material brechen und nicht etwa
Armierungen schneiden. Der Hydraulikhammer wird an ein geeignetes Trägergerät (zum Beispiel Bagger) angebaut. Das Trägergerät versorgt den Hammer mit hydraulischen Druck in Form von Ölfluß, welches über Hochdruckschläuche in den Hammer gepumpt wird. Dort erzeugt das Öl Druck auf einen Speicher (zum Beispiel Stickstoff-Speicher mit Membrane), der dann ruckartig diesen Druck auf den darunter liegenden Schlagkolben freigibt. Das Öl strömt durch den
Ausgangsschlauch wieder aus dem Hammer heraus. Üblicherweise ist zur Lärm- und Vibrationsdämmung das Schlagwerk in ein geschlossenes, gedämpftes
Gehäuse eingelassen. Dieses Gehäuse ist üblicherweise oben etwas breiter, da dort das Schlagwerk, die hydraulische Steuerung sowie Verteilung
sitzt und unten etwas schmaler, da dieser Teil nur zur Führung des Meißels durch die Meißelbuchse und die Sperrachsen/Haltekeile benötigt wird.
Die so erzeugte Energie wird auf das Einsteckwerkzeug, den Meißel, übertragen und gelangt dann auf das zu zerstörende Material, zum Beispiel
einen Stein, Fels oder eine Betondecke. Der Meißel wird auf seinem Weg durch die Meißelbuchse durch Haltekeile im unteren Bereich des Hammers
aufgehalten. Um diese Haltekeile und die Buchse nicht zu beschädigen ist es notwendig, den Hammer so selten wie möglich leer, d.h. ohne
Untergrund, zu betreiben. Um verschiedene Materialien zu bearbeiten werden als Einsteckwerkzeuge Spitz-, Flach-, oder Stumpfmeißel verwendet.
Zum Betrieb eines Hydraulikhammers ist zum einen die richtige Einstellung des hydraulischen Drucks (in Bar) und zum zweiten die richtige
Einstellung der Ölflusses (in l/min) an der hydraulischen Pumpe am Trägergerät notwendig. Des Weiteren muss auf die Öltemperatur und den
Gegendruck auf der Rückfluss-Ölleitung geachtet werden. Ein Montabert BRH 501 der 1980er Jahre mit gut 1000 kg Gewicht benötigte in etwa 80 bar
Druck und 110-140 Liter Öl in der Minute. Daraus wurden etwa 1600 J Schlagenergie bei maximal 400 Schlägen in der Minute generiert. Ein
vergleichbarer Hydraulikhammer heutzutage, etwa der LST XB 1100 iS, benötigt 85-130 l/min, allerdings bei bis zu 140 bar, was in einer Kraft um
2000 J bei bis zu 1060 Schlägen in der Minute resultiert. Geräte dieser Größenklasse werden an Trägergeräte von 12-22 t montiert.

Quelle: www.wikipedia.de