Lexikon

Suche nach Begriffen im Glossar (Reguläre Ausdrücke erlaubt)
Beginnt mit Enthält Genauer TrefferKlingt ähnlich wie ...
Begriff Definition
Hochbau

Der Hochbau ist das Teilgebiet des Bauwesens, das sich mit der Planung und Errichtung von Bauwerken befasst, die mehrheitlich oberhalb der Geländelinie liegen. (z. B.: Gebäude wie Wohnhäuser oder Türme). Bauwerke, die sich mehrheitlich unterhalb oder auf der Geländelinie befinden, werden dem Tiefbau zugeordnet.

Die Planung von Hochbauten liegt im Wesentlichen im Aufgabenbereich der Architekten, traditionell übernehmen sie auch während der gesamten Projektabwicklung die Koordination aller am Bau Beteiligten und führen die Ergebnisse aller Planbeteiligten in ihren Planunterlagen zusammen.
Auch Bauingenieure sind nach den Landesbauordnungen zur Planung von Hochbauten berechtigt. Gerade bei größeren Bauvorhaben ist heute eine starke
Untergliederung des traditionellen Aufgabenbereichs des Architekten und des Ingenieurs auf zahlreiche Spezialisten, wie Projektsteuerer, Entwurfsplaner, Ausführungsplaner, örtliche Bauleitung und SiGeKo zu verzeichnen. Weitere am Bau beteiligte Planer sind Tragwerksplaner, Fachingenieure insbesondere zur technischen Gebäudeausrüstung sowie beratende Ingenieure zu besonderen Themenbereichen. Der Tragwerksplaner (umgangssprachlich Statiker) – ein Tätigkeitsbereich der Bauingenieure – übernimmt oftmals auch Aufgaben im Bereich der Bauphysik wie Wärme- und Brandschutznachweise. Die Fachingenieure zur technischen Gebäudeausrüstung planen in Entwurfs- und Ausführungsplanung die technische Ausstattung des Gebäudes. Diese Planung beinhaltet die Anlagentechnik zur Heizungs-, Lüftungs-, Sanitär- und Elektroausstattung entsprechend der späteren Gebäudenutzung.

Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von beratenden Ingenieuren, die ihren Fachgebieten entsprechend, weitere Aspekte eines Gebäudes planerisch betreuen (z. B. Klimaplanung, Lichtplanung, Planungen zum baulichen Schallschutz, Planungen zum Brandschutz, etc.). Die Ausführungsplanungen
aller am Bau beteiligten Planer werden dann von den Handwerkern der verschiedenen Gewerke des Bauwesens realisiert.

Quelle: www.wikipedia.de

Hydraulikbagger

Siehe auch Bagger

Hydraulikhammer

Der Hydraulikhammer, oder auch Abbruchhammer ein Bagger-Anbaugerät, welches, ähnlich einem Drucklufthammer, zur Zerstörung von Bauteilen wie zum
Beispiel Stein und Beton eingesetzt wird. Im Gegensatz zu etwa Abbruchzangen kann ein Hydraulikhammer nur Material brechen und nicht etwa
Armierungen schneiden. Der Hydraulikhammer wird an ein geeignetes Trägergerät (zum Beispiel Bagger) angebaut. Das Trägergerät versorgt den Hammer mit hydraulischen Druck in Form von Ölfluß, welches über Hochdruckschläuche in den Hammer gepumpt wird. Dort erzeugt das Öl Druck auf einen Speicher (zum Beispiel Stickstoff-Speicher mit Membrane), der dann ruckartig diesen Druck auf den darunter liegenden Schlagkolben freigibt. Das Öl strömt durch den
Ausgangsschlauch wieder aus dem Hammer heraus. Üblicherweise ist zur Lärm- und Vibrationsdämmung das Schlagwerk in ein geschlossenes, gedämpftes
Gehäuse eingelassen. Dieses Gehäuse ist üblicherweise oben etwas breiter, da dort das Schlagwerk, die hydraulische Steuerung sowie Verteilung
sitzt und unten etwas schmaler, da dieser Teil nur zur Führung des Meißels durch die Meißelbuchse und die Sperrachsen/Haltekeile benötigt wird.
Die so erzeugte Energie wird auf das Einsteckwerkzeug, den Meißel, übertragen und gelangt dann auf das zu zerstörende Material, zum Beispiel
einen Stein, Fels oder eine Betondecke. Der Meißel wird auf seinem Weg durch die Meißelbuchse durch Haltekeile im unteren Bereich des Hammers
aufgehalten. Um diese Haltekeile und die Buchse nicht zu beschädigen ist es notwendig, den Hammer so selten wie möglich leer, d.h. ohne
Untergrund, zu betreiben. Um verschiedene Materialien zu bearbeiten werden als Einsteckwerkzeuge Spitz-, Flach-, oder Stumpfmeißel verwendet.
Zum Betrieb eines Hydraulikhammers ist zum einen die richtige Einstellung des hydraulischen Drucks (in Bar) und zum zweiten die richtige
Einstellung der Ölflusses (in l/min) an der hydraulischen Pumpe am Trägergerät notwendig. Des Weiteren muss auf die Öltemperatur und den
Gegendruck auf der Rückfluss-Ölleitung geachtet werden. Ein Montabert BRH 501 der 1980er Jahre mit gut 1000 kg Gewicht benötigte in etwa 80 bar
Druck und 110-140 Liter Öl in der Minute. Daraus wurden etwa 1600 J Schlagenergie bei maximal 400 Schlägen in der Minute generiert. Ein
vergleichbarer Hydraulikhammer heutzutage, etwa der LST XB 1100 iS, benötigt 85-130 l/min, allerdings bei bis zu 140 bar, was in einer Kraft um
2000 J bei bis zu 1060 Schlägen in der Minute resultiert. Geräte dieser Größenklasse werden an Trägergeräte von 12-22 t montiert.

Quelle: www.wikipedia.de